* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Blog


Webnews







What a day.

Sonnig, windig, lau, schönstes Hamburger Wetter.

 

Die Arbeit floß nur so, lief total rund, auch wenn ich zwischendurch drohte, den Überblick zu verlieren, aber am Ende, nun ja, nach zwölf Stunden, war alles gut. Das macht Spaß, auch wenn es schade ist, dass so wenig Zeit für anderes bleibt, aber manchmal entsteht so ein Flow, der schockt einfach.

 

So war das heute.

 

Und dennoch bin ich traurig irgendwie.

Weil es eben nur Arbeit ist, zwar auch Selbstverwirklichung und ich bekomme ja auch viel Feedback, zum Glück, es ist nicht umsonst (auch wenn ich manchmal finde, mein Job ist unnütz, aber nicht jeder kann Leben retten), aber eben wenig Raum für anderes lässt.

 

Weil ich ein paar wichtige Anrufe nicht erledigen konnte von Menschen, bei denen ich weiß, dass es ihnen wichtig ist. Vater, Großmutter vor allem.

 

Weil ich den Mann nicht aus dem Kopf bekomme und sicher bin, dass der sich längst anderweitig verlustiert. Weil ich mir das so zu Herzen nehme, wo es doch gar nicht so viel zu Herzen zu nehmen gab.

 

Weil die Zeit und das Leben so vergeht, und das so schnell.

Ich bin mittendrin, aber ich kann es nicht in dem Maße aufsaugen, wie ich es gern möchte.

 

Ich kann mich von manchen Zwängen nicht befreien, und das sind harmlose.

 

Ich hatte so viele gute Sachen heute, so viele kleine bis mittlere Erfolge, und ich würde mich gern uneingeschränkt darüber freuen.

Aber dann nagt wieder die dumme kleine Eifersucht an mir und lässt mich traurig sein und macht mir Angst.

 

Geh doch einfach weg, du dumme kleine Eifersucht. Du Nagetier. Vermutlich ein nacktes, hässliches, nicht so süß wie die Eichhörnchen auf dem Baum vor meinem Schlafzimmerfenster, die Nüsse in meinen Balkontöpfen vergraben. Sondern einfach eines, das man nicht gern in seiner Nähe hat. Sitz! Platz! Kusch!

 

Jedes Wetter lässt es zu, dass man ein solches Nagetier vor die Tür schickt. Im Gegensatz zu Hunden.

 

Ich freu mich aufs Wochenende. Da sind einige Dinge zu erledigen, aber ich habe die vage Hoffnung, dass ich auch Zeit für Spaß und Freude haben werde. Ausgehen, Freunde treffen. Vielleicht ein neues Auto kaufen. Den Kühlschrank mit leckeren Dingen füllen. Die auch essen. Und das alles ist mir tatsächlich derzeit wichtiger als Ruhe.

 

Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass die Krokusse blühen und die Vögel zwitschern?

 

7.2.08 23:16


Ich mag meine Küchenuhr. Die am Herd.

Zuverlässig sagt sie mir einmal am Tag, es sei 24:00.

 

Ich bekomme es nicht immer mit, aber gerade eben.

 

Und wann immer ich das sehe,

fühle ich mich versucht,

 ihr zu sagen,

dass es die Uhrzeit nicht gibt.

So ist es eine schöne unmögliche, da "unerlaubte" Minute.

 

Ich lasse sie in dem Glauben.

Sollte ich mir einen Reminder setzen?

Nein, ich vetraue dem Zufall. Und dem Wissen, dass es täglich so ist.

(Weiß ich, was meine Küchenuhr macht, wenn ich nicht da bin?

Nein. Zum Glück nicht!)

 

 

 

 

6.2.08 00:06


Mal was Positives:

Meetings können auch Spaß machen!

 

Und konstruktiv sein.

 

Und auch vom menschlichen Miteinander her interessant.

 

Heute: Vertreter von zwei Unternehmen, die ein Joint Venture machen. Deutliches Nord-Süd-Gefälle. Vertreter von zwei Agenturen, PR und Werbung. Deutliches Aspekt-Gefälle.

 

Acht Männer, zwei Frauen (die natürlich von der PR-Seite. Frauen sind ja gern in der Kommunikationsbranche, auch wenn sie in dieser Konstellation nicht unbedingt zum Kommunizieren kommen). Deutliches Kommunikations-Gefälle.

 

Ich fand's spannend.

 

Und zum Glück auch zielführend!

 

Ich mag meinen Job!

4.2.08 23:31


Ich nehme alles zurück.

Zuhören ist keine Kunst, sondern doch eine ganz normale Grundlage für Gespräche.

 

Bin wieder versöhnt, hatte heute ein kurzes, aber intensives Abendessen mit einer Freundin und merke jetzt - das, was ich bemängelte, waren wohl doch nur Ausnahmen, von denen es sich in Zeiten mit dem Wunsch nach echtem Austausch einfach nur fernzuhalten gilt.

 

Und was auch schön war:

 

Heute mittag sprach ich mit meiner Schwester, wir sind beide erledigt im Moment, und ich sagte, ich will ja Freunde treffen, aber meine Zeit für mich allein ist mir im Moment so kostbar, ich habe ein so großes Ruhebedürfnis und den Wunsch, bei mir in meiner Wohnung und eben bei mir zu sein. Und wie schön es doch wäre, einfach gute Treffen auchnur so für zwei Stunden zu haben (Hintergrund ist eine Verabredung am Wochenende mit Übernachtung, finde ich auch klasse, aber wie gesagt, bin ich eben derzeit auch gern für mich).

 

Und hoppla - heute Abend ging es über zweieinhalb Stunden. Intensiv, prägnant, schön. Und das Essen war lecker.

 

Und ich gehe frohen Mutes zu Bett.

 

Naja, fast. Das Objekt meiner Begierde blinkt und bringt mich dadurch schon wieder auf Gedanken. Doofe. Aber da ich ja begriffen habe, dass es zwar das Objekt meiner Begierde ist und ich auch das seiner, aber das nicht klappen kann, kann ich mir die Gedanken auch sparen, mich damit trösten, dass ich das erreicht habe, was mir in dem Stadium wichtig war - und dennoch frohen Mutes zu Bett gehen!

 

Irgendwas habe ich dann ja doch gelernt ;-) Muss mich nur zwischendurch daran erinnern.

 

Und die Welt dreht sich weiter.

 

Gute Nacht!

30.1.08 23:41


Und schon der erste Nachtrag zum Eintrag von eben.

Ha!

 

Bekomme eben gerade eine Mail von jemandem, den ich am Samstag getroffen und wirklich intensive Gespräche geführt habe.

 

Und der mir schreibt, dass ich ihm durch die vielen Fragen, die ich ihm gestellt habe, weitergeholen habe weil auf andere Gedankengänge gebracht.

 Hat mich sehr gefreut.

Denkanstösse nennt man das, denke ich ;-)

 

Schön, wenn ich jemandem Denkanstösse und Inspiration vermittle. Zumal meine Fragen auch in der Regel ernsthaft gemeint sind.

 

Und das bricht es ziemich genau herunter auf das, was ich in meinem ellenlangen Eintrag vorhin zum Ausdruck bringen wollte.

 

Wer fragt, sollte auch eine Antwort hören wollen. Oder eben anregen zum Reflektieren. Gibt ja auch genügend rhetorische Fragen.

Aber wenn jemand um mich rum mich gar nichts fragt oder nur fragt, um eine gelungene Überleitung zu seinen eigenen Themen zu finden -

 

ist das eben kein echter Austausch.

 

Natürlich darf man auch mal über den Wochenendspeiseplan reden. Ich fordere wirklich nicht immer tiefe Gespräche. Aber wenn ich sie fordere, hätte ich sie auch gern. Oder eben eine Auskunft wie "das ist mir jetzt zu viel!".

So, und jetzt höre ich auf, bevor ich mich zu sehr echauffiere und ärgere mich nicht mehr über die unbefriedigenden, sondern freue mich über die befriedigenden!

 

Nacht!

29.1.08 23:27


Zuhören ist eine Kunst. Offenbar.

Das vorab: ich kann es. Und ich mache es auch gern.

 

Aber was mir auffällt, ist, dass es manchmal auch gern vergessen wird.

 

In den letzten Tagen ist es mir mehrfach aufgefallen, wie wenig Menschen - und damit meine ich leider Family & Friends, bei der Supermarktkassiererin wäre es mir egal - dazu bereit sind.

 

Wie viel unterbrochen wird, wie wenig auf das Gesagte eingegangen wird, wie sehr Gesagtes als Stichwort für eine eigene Story genutzt wird.

 Jetzt könnte der geneigte Leser zu dem Gedanken kommen, dass ich möglicherweise zu umfangreich formuliere und meine Gesprächspartner damit langweile, so dass sie sich gezwungen fühlen, das Thema zu wechseln.

 

Nein.

Im Gegensatz zu ausufernden Worten in der Schriftform bin ich mündlich eher kurz. Und konzentriere mich auf Wesentliches. Details liefere ich, wo ich sie angebracht finde (denn das auf der anderen Seite ist auch schrecklich - Menschen, die im Gespräch alles nur anreissen und man sich den Rest erfragen oder zusammenreimen muss).

 

Insofern bin ich gerade etwas genervt und habe wenig Lust auf Kommunikation, verbale.

 

Kurze Beispiele:

 

Telefonat mit einer Freundin am Samstag. Ich berichte über die Sorgen über meine Großmutter und über die Belastung, die ich damit verspüre. Und werde permanent unterbrochen, ja, unterbrochen, dass das ja bei ihrer Oma genauso war, warum Oma sich so verhält wie sie es tut, dass ich mich davon nicht aufressen lassen darf. Herrgott, ich wollte mich doch gerade mal auskotzen! Und das klappt nur, wenn man auch zu Wort kommen darf.

 

Nächstes Beispiel: Treffen mit einer Freundin am Sonntag. Auch da - permanente Unterbrechungen mit eigenen Erfahrungen.

 

Und dann wieder das nächste Treffen gestern mit einer anderen Freundin, vorher reger Emailkontakt und auch die Versicherung beiderseits, schön, dass wir uns am Montag sehen, da gibt es ja viel zu reden. Jede Menge Stoff auf der Agenda. Tja. Ich fange was an - und werde schon wieder unterbrochen. Und die Agenda bleibt - unbesprochen. Dafür der Speiseplan des Wochenendes.

 

Letztes Beispiel - ich weiß, ich langweile, aber wie gesagt, in der Schriftform bin ich länger, schon allein, weil es sich mehr um ein Selbstgespräch handelt und ich nicht unterbrochen werden kann, Halleluja! - Telefonat mit meinem Vater, der eine Woche verreist war, im Urlaub im November eine neue Frau kennen gelernt - er ist seit einem Jahr Witwer und ich sozusagen Halbwaise - und die nun zum ersten Mal besucht, ganz im Glück, ich freue mich wirklich von Herzen, ich habe keinerlei Eifersucht in mir, was da angeht, wirklich. Und dennoch - hätte ich mich gefreut, wenn er auch nur einmal gefragt hätte, wie es mir geht und wie ich die Woche verbracht hätte. Ganz abgesehen davon, dass ich es nett gefunden hätte, wenn er sich zurückgemeldet hätte und nicht darauf gewartet, dass ich mich mich melde. So wie es in unserer Familie eigentlich Tradition ist.

 

Sehr lang geworden.

Kein Mensch glaubt mir jetzt mehr, dass ich unterbrochen werde, obwohl ich nicht langatmig werde beim Reden.

 Glaubt es mir bitte.

 

Mich nervt es gerade mächtig.

 

Es mag ein Minderwertigkeitskomplex sein. Denkt man. Ist es aber nicht. Mein Selbstwertgefühl ist völlig ok.

 

Aber es geht mir auf den Keks, dass ich Dinge, die mir wichtig sind, nicht bis zum Ende besprechen kann. Ja, noch nicht mal besprechen kann, weil eben so kein Dialog entsteht. Ich habe keine Lust, dann immer wieder auf mein Thema zurück zu kommen, ich habe es insbesondere in den letzten Tagen mehrfach probiert, aber so klappt es nicht. Ausbremsen.

Nein, es ist auch nicht so, dass ich meine Umwelt ständig mit anstrengenden Themen belaste. Und das Phänomen passiert eben auch nicht nur bei essentiellen Themen, sondern auch bei lapidaren.

Wozu führt das?

Dass ich die Gegenwart von Menschen bevorzuge, mit denen das Aufeinandereingehen beiderseitig ist. Ein Thema auch mal bis zum Ende besprochen werden kann. Diskutiert wird.

 Und parallel die Gedanken, die ich bearbeite, eben notiere.

 

Denn dazu ist der Kontakt zu Freunden nun mal (auch) da, Gedanken austauschen.

Aber in den letzten Tagen anhand dieser konkreten Beispiele habe ich eben derzeit das Gefühl, dass es um meine Gedanken nicht so sehr geht.

 

Vielleicht sind sie zu belastend. Keine Ahnung. Soo schlimm sind sie nun wirklich nicht, wie gesagt, manchmal möchte ich mich ja auch nur mal auskotzen. Ich brauche partout nicht immer einen Ratschlag oder einen Erfahrenswert. Warum wird das so häufig ungefragt abgesondert?

 

Und später sagen wieder alle "das haben wir nicht gewusst". ;-)

 

Ich glaube, das ist es, was mich auch nervt.

 

Im Ernst - hier hätte ich gern mal ein paar Erfahrungswerte,

 

Geht die Kunst des Zuhörens, des Aufeinandereingehens verloren? Sind wir alle zu sehr auf uns selber fokussiert? Ich womöglich auch?

Oder umgebe ich mich mit den falschen Menschen?

Oder bin ich zu empfindlich?

 

 

 

29.1.08 23:00


Schon besser heute.

Aber noch nicht gut.

 

Ich kaue noch immer daran herum.

 

Und an meiner Großmutter, die mir heute alles andere als Freude gemacht hat.

 

Und am Wochenende, an dem ich deutlich weniger erledigen konnte als ich wollte. Aber das mag ein Zuviel an To Dos auf der Kiste sein.

Die wesentlichen Dinge habe ich ja geschafft.

Und Momente der Freude gab es auch.

Und Sport, denn auch der verleiht mir Momente der Freude. Dass das alles so gut funktioniert und einfach gut tut. Ich Fortschritte mache und Ergebnisse sehe. Z.B. ein besseres Wohlbefinden.

 

Und insofern - gehe ich dann doch mal gut gestimmt ins Bett. Trotz Oma-Sorgen und dem anderen Müll in meinem Kopf.

So lange die guten Sachen darin überwiegen - und das tun sie deutlich -

 

ist doch alles gut.

 

Boa noite.

27.1.08 23:09


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung